Heft Nr. 315, Januar/Februar/März 2026
|
Editorial
Was als ›Pizza Connection‹ aus studentischen Anfängen heraus begann, ist heute ein internationales Aushängeschild der Alte-Musik-Szene am Rhein: Concerto Köln. »Wir waren klein besetzt und gruben unbekannte Werke aus. Aber es war wertvolle Musik«, erinnert sich unser Gesprächspartner Gerald Hambitzer, der fast vier Jahrzehnte lang Cembalist des selbstverwalteten Orchesters war. Die Zusammenarbeit mit René Jacobs öffnete die Tür zur großen Welt der Oper mit eindrucksvollen Mozart-Produktionen. Aber trotz aller bereichernden Erfahrungen weiß Hambitzer auch, dass es viel Arbeit und auch persönlichen Verzicht bedeutet, als Ensemble auf freischaffender Basis zu bestehen. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Institut für Alte Musik der Kölner Hochschule für Musik und Tanz stellt den jüngsten Schritt in die Zukunft dar.
Erfreuliches ist aus Leipzig zu vermelden, wo unser zweiter Gesprächspartner Johannes Lang das Amt des Thomasorganisten versieht und nun auch zwei unter Insidern schon länger bekannte Orgel-Ciaconen als Werke des jungen Johann Sebastian Bach vorstellen kann. Zu denen sagte Altmeister Ton Koopman, der sie bei der einem Staatsakt ähnlichen Präsentation der Weltöffentlichkeit erstmals wieder zu Gehör brachte: »Wenn man an den jungen Bach oder auch Mozart denkt, wird oft gemutmaßt, die Genialität käme später – dem ist aber nicht so! Diese beiden Werke haben eine sehr hohe Qualität, die kaum erwartbar ist für so einen jungen Menschen.«
Viel Vergnügen bei der Lektüre!
Aktuelle Meldungen, ergänzende Berichte
und eine Vorschau aufs nächste Heft: hier klicken
Inhalt der aktuellen Ausgabe (Seite 3) als PDF
Datenschutz
Hinweise gemäß DSGVO (Weiterleitung zum Impressum)
|